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Richtig: Spargel!

Da sind sie wieder, die leckeren Stängel, auf die man das ganze Jahr über warten muss und sie dann nur einen kurzen Zeitraum genießen darf! Endlich! Und wer die Wahl hat, hat die Qual: soll jetzt weiß oder grün auf den Teller?

Populärer ist sicher der weiße Vertreter: mit Kartoffeln oder den sogenannten „Flädle“ und dazu Sauce Hollandaise. Vielleicht eine Scheibe Kochschinken dazu. So findet man sie auf jeder Restaurant-Speisekarte und auch in den heimischen Küchen kommt er so am Häufigsten auf den Teller. Er ist ja zugegebenermaßen auch sehr lecker! Definitiv!

Und direkt neben den weißen Stangen liegen auf dem Markt die grünen Vertreter bei deren Anblick sich viele Menschen die Frage stellen: „Was nun?“

Damit Sie nächstes Mal selbstbewusst zugreifen können, wollen wir heute den grünen Spargel einmal näher unter die Lupe nehmen!

Wie die weiße Variante ist auch der grüne Spargel ein echter Schlankmacher: er schlägt mit gerade mal 21 kcal pro 100g zu Buche. Er enthält praktisch kein Fett und punktet dafür mit einer Menge an Vitaminen und Mineralstoffen, die sich sehen lassen kann: Vitamin C, Beta-Carotin, Vitamin K, Folsäure, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen verleihen ihm eine stoffwechselanregende, blutreinigende und blutdrucksenkende Wirkung.

Seine grüne Farbe verdankt er seinem hohen Gehalt an Chlorophyll, einem wirksamen Antioxidans welches u.a. vor Krebs schützen soll.

Ein richtiges Power-Gemüse also!

Und wer sich nun wundert, dass der Urin nach dem Verzehr von Spargel unangenehm riecht, der kann beruhigt sein: dieses Phänomen ist völlig normal und keinesfalls krankhaft! Ursache ist die im Spargel enthaltene Asparagusinsäure, welche in allen Spargelsorten gleichermaßen vorkommt. Viele Menschen besitzen ein Enzym, das die Asparagusinsäure in schwefelhaltige Stoffe zersetzt. Und Schwefel riecht nun mal unangenehm. Kein Grund zur Sorge also!

Ob der eigene Urin nach einem Spargelessen riecht oder nicht ist übrigens genetisch festgelegt. Genauso wie die Fähigkeit, diesen Geruch auch wahrzunehmen.

Worauf sollte man beim Einkauf achten?

Die Stangen sollten eine schöne grüne Farbe aufweisen, sich knackig fest und nicht weich oder schlimmstenfalls sogar gummiartig anfühlen. Kauft man Spargel im Supermarkt stecken die Bündel oft in kleinen Papierbeuteln: hier lohnt es sich, auch mal einen Blick in den Beutel zu werfen um die Schnittstellen zu begutachten: diese sollten frisch, nicht ausgetrocknet und keinesfalls schimmelig sein!

Wie sollte man den Spargel zu Hause lagern?

Spargel ist ein empfindliches Gemüse und sollte möglichst bald nach der Ernte verzehrt werden. Auch der Vitamin- und Mineralstoffgehalt sinkt bei längerer Lagerung. Um ihn dennoch 1-2 Tage aufzubewahren sollte man ihn in ein feuchtes Tuch wickeln und am Besten ins Gemüsefach vom Kühlschrank legen.

Was gibt es bei der Zubereitung zu beachten?

Zunächst sollte man die empfindlichen Stangen waschen und sorgfältig trocken. Die leicht holzigen Enden werden abgeschnitten. Im Gegensatz zum weißen Spargel muss der grüne Spargel nicht geschält werden und ist so wirklich fix in der Vorbereitung.

Bei der Zubereitung ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt: klassisch in Wasser kochen, braten, grillen, backen oder sogar roh verzehren: alles ist möglich! Lediglich Menschen, die an Harnwegsproblemen, Gicht oder einer Nierenerkrankung leiden sollten vor dem Verzehr von rohem Spargel ihren behandelnden Arzt um Rat fragen.

 

Und damit Sie jetzt gleich loslegen können, hier noch eine Zubereitungsidee: Linsensalat mit grünem Spargel. Durch die Linsen bekommt der Salat eine Extraportion an Proteinen und Ballaststoffen. Vor allem letztere sättigen gut und sorgen für eine gute Darmgesundheit.

Linsensalat mit grünem Spargel

 

Zutaten:

  • Linsen
  • Grüner Spargel
  • Rote Zwiebel
  • Karotten
  • Tomate
  • Paprika
  • Kräuter nach Belieben (auch als Tiefkühlware verwendbar)
  • Gemüsebrühe
  • Bratöl
  • Salz
  • Kräutersalz
  • Weißer Balsamico-Essig
  • Leinöl
  • Sesam

Zubereitung:

  1. Linsen in der Gemüsebrühe bissfest garen.
  2. In der Zwischenzeit den grünen Spargel waschen, trocknen, die holzigen Enden abschneiden und den Spargel in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Bratöl in einer Pfanne erhitzen und die Spargelstücke unter gelegentlichem Rühren bissfest braten. Anschließend leicht salzen.
  4. Zwiebel, Karotten, Paprika und Tomate ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.
  5. Linsen abgießen und mit dem gebratenen Spargel sowie dem geschnittenen Gemüse in einer Schüssel mischen.
  6. Kräuter nach Belieben zugeben
  7. Mit Essig, Öl und Kräutersalz abschmecken und dem Sesam bestreuen

Viel Spaß beim Nachkochen!

Endlich ist der Sommer da!

Endlich können die Regenschirme, Regenjacken und langen Klamotten im Schrank bleiben! Endlich wieder leichte Kleidung, draußen sitzen, die Sonne genießen, … was fehlt da noch zum vollkommenen Glück? Richtig: ein leckeres, erfrischendes Eis! Und sind wir mal ehrlich: Eis geht immer! Eigentlich auch schon morgens zum Frühstück… oder als Snack zwischendurch! Aber da hat doch gleich jeder die Stimme der Vernunft im Ohr: „Nein, das ist keine vernünftige Mahlzeit!“ oder auch „Erst wird aber was Gesundes gegessen!“. Wer kennt es nicht?

Aber wer genau hat eigentlich festgelegt, dass Eis immer ungesund sein muss?

Ja, es stimmt: das Durchschnittseis aus Eisdielen, Supermärkten und co. ist definitiv keine gesunde Mahlzeit und in der täglichen Ernährung wie eine Süßigkeit zu behandeln.

Aber es geht auch anders!

Man nehme:

  • Einige gefrorene Zutaten
  • Einige nicht-gefrorene Zutaten

mixe alles gut durch und genieße das Ergebnis!

So einfach ist das!

 

Mit meinem heutigen Rezept genießt man nicht nur leckeres Eis, sondern nimmt dazu noch ganz nebenbei Vitamine, Proteine, langkettige Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Mineralien, gute Fette und Antioxidantien zu sich! Und das Beste: es schmeckt! Dieses Eis kann man wirklich guten Gewissens immer genau dann genießen, wenn einem danach ist! Auch morgens zum Frühstück… oder als Snack!

 

 

Spinat-Himbeer-Eis

 

Für 1 Portion:

200g gefrorener Spinat, leicht angetaut

200g gefrorene Himbeeren

1 Banane (nicht gefroren)

10g Chia-Samen

 

Alles zusammen in einem Mixer durchmixen, bis die Zutaten zerkleinert sind und die Masse gleichmäßig cremig ist.

In eine Schale füllen und nach Belieben mit frischen Früchten, Kokosraspeln, Mandelsplittern o.ä. garnieren.

 

Ein Wort zum Mixer: ein guter Mixer erleichtert die Zubereitung erheblich! Es muss kein überteuerter-fancy-A-Promi-Hochleistungsmixer sein, ein guter Standmixer mit etwas Power tut es auch! Das hilfreichste Accessoire ist sicher ein Stößel im Zubehör, denn bei Rezepten wie diesem lässt es sich nicht vermeiden, dass das Mixgut zumindest am Anfang gelegentlich im Mixer nach unten gedrückt werden muss, bis es eine gewisse Cremigkeit erreicht hat. Und das darf definitiv ausschließlich mit einem dafür geeigneten Werkzeug erfolgen! Viele Mixer haben einen solchen Stößel bereits im Lieferumfang, hier lohnt es sich, Angebote zu vergleichen.

 

Süßungsmittel jeder Art sind komplett überflüssig, da die Banane die nötige Süße mitbringt.

 

Und wer jetzt skeptisch ist, was den Spinat anbetrifft: man schmeckt ihn wirklich nicht! Wer trotzdem keinen Spinat verwenden möchte kann natürlich auch anderes Gemüse jeder Art verwenden. Von Mangold über Gurke und Sellerie bis zum guten alten Salat – das Gemüsebeet ist vielfältig!

 

Also: ran an die Mixer und ausprobieren!

Guten Appetit!

… dass zur Zeit ein sehr beliebtes heimisches Frühlingsgewächs Saison hat, das aussieht wie Obst, verwendet wird wie Obst, schmeckt wie Obst, … aber gar kein Obst, sondern ein Gemüse ist???

Die Rede ist von Rhabarber!

Auch wenn wir ihn auf Kuchen, als Marmelade oder Kompott hauptsächlich süß kennen, gehört er eigentlich zu den Knöterichgewächsen. Andere bekannte Vertreter dieser Art und somit Verwandte des Rhabarbers sind beispielsweise Sauerampfer und Buchweizen.

Geerntet wird das schmackhafte Gemüse traditionellerweise zwischen April und Juni, ab Juni steigt der Oxalatgehalt in den Pflanzen an, weshalb geraten wird, ab diesem Zeitpunkt von einem Verzehr abzusehen. Grundsätzlich sind die menschlichen Nieren zwar in der Lage Oxalsäure auszuscheiden, jedoch kann Oxalsäure im menschlichen Organismus Verbindungen mit Mineralien wie beispielsweise Calcium oder Magnesium eingehen und unlösliche Komplexe bilden. Diese können sich im Harnsystem ablagern und dort als Blasen- oder Nierensteine in Erscheinung treten.

Haben Sie nach dem Genuss von Rhabarber schon einmal ein rauhes Gefühl auf Ihren Zähnen bemerkt? Auch das ist der enthaltenen Oxalsäure geschuldet! Trotzdem sollten Sie zwischen der Mahlzeit und dem Zähneputzen etwa eine Stunde vergehen lassen, um dem Speichel die Möglichkeit zu geben, die Säure im Mund zu neutralisieren und dadurch zu verhindern, dass der Zahnschmelz beim Putzen Schaden nimmt.

Gibt es auch Positives über das leckere Gemüse zu berichten? Selbstverständlich! Rhabarber ist dank seines hohen Wassergehaltes von 93% mit etwa 20 kcal/100g sehr kalorienarm und enthält neben Mineralien wie Kalium, Calcium, Phosphor und Magnesium auch reichlich Vitamin C.

Die bekanntesten Zubereitungsarten sind sicherlich die Rhabarbermarmelade und der Rhabarberkuchen – häufig kombiniert mit Erdbeeren, deren Erntezeit sich mit der des Rhabarbers überschneidet. Auch als Kompott zu Vanillepudding oder Eis ist er häufig anzutreffen.

Seltener und daher auch unbekannter, jedoch nicht weniger schmackhaft, ist die Kombination zu herzhaften Speisen, zum Beispiel in Form eines Chutney zu Fleisch.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Trauen Sie sich!

 

 

Wer im April/Mai in die Natur geht und auch hin und wieder abseits befestigter Straßen zu Fuß unterwegs ist, den wird bald ein sehr aromatischer Geruch in der Nase kitzeln, den man vielleicht zunächst in Feld, Wald und Wiese nicht unbedingt erwartet hätte: ein Hauch von Knoblauch, jedoch eher dezent… nanu? Schaut man sich um, fallen einem am Boden recht unscheinbare Pflanzen mit breit-länglichen Blättern und gelegentlich weißen Blüten dazwischen auf: es ist Bärlauchzeit! Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Frühling zum Glück doch noch Einzug hält!

Verwandt sind die wohlriechenden Blätter mit Schnittlauch, Zwiebeln und (wie der Geruch schon vermuten lässt…) mit dem uns bekannten Knoblauch. Wobei das für Letzteren typische „Nachduften“ beim Bärlauch weg fällt. Die enthaltenen Schwefelverbindungen wirken verdauungsfördernd sowie blutdruck- und cholesterinsenkend. Zudem wird Bärlauch eine leicht antibiotische Wirkung nachgesagt!
Aber Achtung: wer sich jetzt hochmotiviert ans Sammeln machen möchte sollte äußerste Vorsicht walten lassen! Bärlauch hat einige hochgiftige Doppelgänger wie zum Beispiel das Maiglöckchen oder die Herbstzeitlose. Die Blätter beider Pflanzen sehen Bärlauchblättern zum Verwechseln ähnlich und diese Verwechslung kann tödlich sein!

Auf dem Wochenmarkt bekommt man ihn aber ab jetzt ganz bestimmt und kann dann dieses leckere Kraut ganz unbeschwert genießen!

Zubereiten lässt sich Bärlauch auf vielfältige Weise: zum Beispiel roh als Zugabe im Salat, gekocht als Suppe, er lässt sich als Kimchi-Variante fermentieren oder sorgt als Zugabe bei Bärlauch-Spätzle neben einem außergewöhnlichen Geschmack für eine beeindruckende grüne Farbe:


Ich wünsche ganz viel Spaß beim Experimentieren, Zubereiten und einen guten Appetit!